Presse

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt Ausgabe 34/16

ePaper
Locker, festlich oder traditionell.

Bayerisches Landwirtschaftliche Wochenblatt 29/15

ePaper
Frisuren für den Sommer - einfach raffiniert

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt 38/14

ePaper
Flechtfrisuren - Zöpfchen am Köpfchen, Fesch fürs Fest, Die Haare als Schmuck

BR Heimatrauschen über Flechtfrisuren

Im Bayerischen Fernsehen wird über den Trend der Flechtfrisuren berichtet. In einem Interwiev mit einer Friseurmeisterin und mir wird die Welt des Flechtens kurz vorgestellt. Egal ob traditionell oder modern - Flechtfrisuren finden überall Ihren Platz!

Ursi vom Kreisboten Weilheim besuchte einen Flechtkurs bei mir und schrieb einen tollen Artikel darüber. Jeder kann das Flechten für sich entdecken. . .

"Selbstbewusstsein auf dem Kopf!"  Link zum Artikel

Weilheim – Loretta Vinko sitzt im Zentrum des Stuhlkreises. Um sie herum fünf Frauen, die erwartungsvoll auf sie blicken. Sie nimmt einen Kamm und atmet tief durch. „Jetzt macht erst einmal alle die Haare auf!“

Eigentlich hat Loretta inzwischen Routine. Zahlreiche Flechtkurse hat die 21-Jährige bereits gegeben. „Nervös bin ich trotzdem jedes Mal wieder“, gesteht sie.

 

Normalerweise arbeitet die gelernte Medienkauffrau beim Landwirtschaftsverlag, doch schon als Kind entdeckte sie ihre Leidenschaft zum Flechten. „Es war eher Zufall. Ich war im Musik- und im Trachtenverein und mich hat immer genervt, wenn ich irgendwo hin musste, um eine Frisur zu bekommen“, erinnert sich die Pollingerin, die derzeit in Weilheim wohnt. Daher begann sie zu experimentieren. Gemeinsam mit einer Freundin schaute sich Loretta Frisuren an und versuchte, sie nachzumachen. Die Qualitätskontrolle übernahm ihre Oma. „Sie war immer ehrlich und unsere schärfste Kritikerin“, sagt Loretta.

Während die ersten Teilnehmerinnen vorsichtigen Flechtversuche machen, schauen sie immer wieder Hilfe suchend zu ihrer Kursleiterin. „Das Meiste schaut komplizierter aus, als es tatsächlich ist“, beruhigt sie die Frauen. Und tatsächlich: Nach der ersten Übung, einem französischen Zopf, geht der Umgang mit Haaren den Flechtschülerinnen immer leichter von der Hand.

 

Alle Kreationen basieren auf traditionellen Frisuren, allerdings modernisiert Loretta sie und passt sie an das heutige Modeverständnis an. Feste Vorlagen hat sie dabei aber nicht. „Ich lange rein und dann fällt mir ein, was ich mache“, vertraut sie auf ihr Gespür. „Die Grundfrisur muss zum Gesicht passen. Der Rest ergibt sich dann einfach so.“ Auch vor der Tierwelt macht Lorettas Leidenschaft nicht halt. Für den Kälbermarkt hat sie schon so manchen Schweif verschönert.

Die nächste Stufe für die Kursteilnehmerinnen: die Banane. Sie ist nicht etwa mit dem gleichnamigen Obst zu verwechseln, sondern hat nur eine ähnliche Form. Die Haare werden hochgedreht und dann so gekämmt, dass sie die ideale Basis für eine Hochsteckfrisur bilden. „Eigentlich ganz einfach, aber schön“, sind sich die Frauen im Kurs einig.

Am meisten fasziniert Loretta, wie sehr eine schöne Frisur das gesamte Auftreten verändert. „Gerade in der Früh sind viele meiner Kundinnen noch müde und kaputt“, spricht sie aus Erfahrung. „Wenn ich dann fertig bin, schauen sie in den Spiegel und freuen sich. Sie gehen anders und lächeln. Eine Hochsteckfrisur verleiht Selbst- bewusstsein“, ist sich Loretta sicher. Nachdem die Nachfrage stieg, eignete sie sich auch das Schminken an und kann nun das gesamte Styling am Kopf übernehmen.

Einfach zur Gaudi erstellte Loretta eine Facebook-Seite. Inzwischen hat die „Flechterei“ über 1 500 Fans, fast täglich werden es mehr. Frauen, die eine Frisur von Loretta bekommen, oder Kurse absolvieren wollen, reisen aus bis zu 100 Kilometern Entfernung an.

 

Die Damen im Flechtkurs bekommen nun gar nicht mehr genug. Kaum sind die kunstvollen Frisuren aus hochgesteckten Zöpfen fertig, wollen sie den nächsten Kniff lernen. Egal ob Haare, die bis zur Hüfte reichen, oder relativ kurze: Es wird geflochten, was die Köpfe hergeben. Als Krönung gibt es „Cordonett-Blüten“ zur Dekoration. Die macht Loretta nach Vorlagen aus der traditionellen Klosterarbeit selbst. Aus feinem Draht biegt sie die zarten Blütenblätter, die Perlen werden farblich passend zur Kleidung gewählt. Die vielen Anfragen machen deutlich, dass Flechtfrisuren längst auch abseits von Trachtenvereinen Anklang finden. „An manchen Tagen bin ich von einem Termin zum anderen unterwegs“, hat Loretta kaum noch ein Wochenende frei. Einen Grundsatz hat sie dabei aber und hält auch daran fest: „Zum Dirndl müssen die Haare hoch!“ 

Mehr Infos unter www.haarflechterei.de.

Von Ursula Gnadl

Flechtkurs mit dem Dießner Trachtenverein

Für flotte Köpfe geflochtene Schöpfe
Samstag, 11. April 2015 – Loretta Vinko und ihre Leidenschaft für Flechtfrisuren

DIESSEN – Ein schmaler Zopf schmiegt sich um ihren Kopf, der in einem fülligen Dutt mündet. "Ich liebe Flechtfrisuren", lacht Lorette Vinko und packt im Trachtenheim einen Korb voller Perücken, Haarschmuck, Kämme … aus. Gespannt drängen sich 20 Frauen um Loretta, die für einen Flechtkurs engagiert wurde, damit die Vielfalt der Frisuren auch im Diessener Trachtenverein zunimmt und die Lust auf neue "haarige Trends" mehr wird. Loretta gibt praktische Tipps, während sie geschickt die Modell-Perücke in Strähnen aufteilt, die binnen Minuten zu straffen Zöpfen werden und sich wie kleine Schlangen um den Kopf winden.
Wer Loretta beim Haare flechten beobachtet, ist sicher: Das ist eine Super-Frisörin. "Nein", lacht die Medienkauffrau, "das habe ich mir alles selber beigebracht." Schon als Kind hatte sie Freude am Singen, Tanzen und Trachteln, "und zu einem schönen Dirndl gehört einfach eine Flechtfrisur." Was lag näher, als feines Haarwerk zu gestalten. Zusammen mit einer Freundin probierte sie aus, entwickelte Flechtformen und –frisuren, wobei die Oma die größte Kritikerin war und immer wieder korrigierte, bis Lorettas Frisurenschöpfungen perfekt waren. Heute ist sie sicher, dass Frauen immer noch schöner werden, wenn sie mit ihrem Aussehen zufrieden sind, "und dazu gehört eben auch eine individuelle und typgerechte Frisur."

Inzwischen ist die 22-Jährige aus den Trachtenleben im Huosigau und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken. Sie stylt für Feste und Feierlichkeiten, stattet bei Hochzeiten die Damen mit geflochtenen Kunstwerken aus, sie leitet Kurse bei Trachtenvereinen und gibt ihr Können bei Trachtenveranstaltungen und Märkten weiter: Hochsteckfrisuren, Flechtfrisuren, Glätten, Locken, Brautfrisuren, Kinderfrisuren. Ihre Kurse im Flechtenlernen oder Haarnadeln basteln sind begehrt und immer gleich ausgebucht.

Wer mehr wissen möchte ruft Loretta an unter 0176.59072984 oder schaut ins Internet unter www.haarflechterei.com

Unsere Bilder zeigen, wie es im Diessener Trachtenheim war beim Flechten und Banane stecken, beim Üben an Perücken und beim Dekorieren mit Haarschmuck. Text | Fotos: Beate Bentele.

Druckversion Druckversion | Sitemap
Alle Dienstleistungen mit Homeservice buchbar und als Gutschein möglich. Bilder und Texte sind Urheberrechtlich geschützt!

Anrufen

E-Mail

Anfahrt